Rolf Tschan Rolf Tschan
 
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Unisys (Schweiz) AG
1978 bis 1992
Darf ich mich vorstellen?

Nach dem Gymnasium hatte ich genug Schulbänke gedrückt: Ich suchte etwas Spannenderes. Vor Allem wollte ich mich von der Abhängigkeit vom Elternhaus lösen. Erst folgten einige interessante Schnupperjahre in diversen Arbeitswelten, bis ich 1978 die Informatik entdeckte: Ich hatte mich für eine firmeninterne Ausbildung bei der damaligen Sperry (heute Unisys) AG in Zürich beworben und war von Beginn weg fasziniert von dieser Thematik.
 
Nach der Ausbildung und einem Praktikum entschied ich mich für einen Verbleib bei dieser Firma. Ich wurde gleich ins kalte Wasser geworfen: In die Abteilung System-Support, wo ich alsbald mit Kunden zu tun hatte, welche komplizierte Fragen über die Innereien der Betriebssysteme erklärt haben wollten. Zum Glück hatte ich eine riesige Bibliothek mit Handbüchern in Griffnähe und lernte rasch, dass es mir niemand übel nahm, wenn ich antwortete, dass ich ihre Probleme erst genau abklären wolle, und nachher zurückrufen werde.

So habe ich die Informatik entdeckt

Ein paar Jahre später sind wir (ich hatte inzwischen geheiratet) wieder zurück nach Bern gezogen. Beruflich war mein Aufgabenkreis gewachsen: Zusammen mit je einem Verkäufer betreute ich die beiden Kunden Postcheck (heute PostFinance) und SRG (heute SRG SSR idée suisse). Zwischendurch gab es immer wieder interessante Projekte, bei welchen ich in verschiedenen Rollen mit stetig wachsender Verantwortung mitarbeiten durfte.
 
Die Geschäftsstelle in Bern war viel kleiner als der Hauptsitz in Zürich, doch dank ihres geschäftlichen Erfolges genoss sie eine grosse Autonomie. Besonders viel Wert wurde auf die Ausbildung gelegt. Den vielseitigen Aufgaben und Anforderungen, sowie auch dem Verlauf meiner Karriere entsprechend, durfte ich viele interessante Kurse absolvieren und mir ein Wissen aneignen, welches sich in der Regel sogleich auch umsetzen liess: Sehr Technisches (bspw. Methoden zur Netzwerk-Belastung, Queueing Theorie, Programmiersprachen), Konzeptionelles (bspw. Modelle zur Business-Analyse, (relationaler) DB-Design, OO-Theorie, Performance-Aspekte), Verkaufsorientiertes (bspw. Verhandlungs- und Vortragstechnik, Gesprächsführung), und Management-orientiertes (bspw. Projektleitung, Coaching, Mitarbeiterführung).

Eine spannende und sehr lehrreiche Zeit

Nach 14 Jahren in dieser Firma hatte ich die Stellung eines Account-Managers mit Handlungs­vollmacht erlangt und leitete ein Team von 15 Mitarbeitern. Jede einzelne meiner Aufgaben machte mir Spass, doch je länger desto mehr wurde mir bewusst, wie ich mich zunehmend mit firmeninternen Angelegenheiten beschäftigte: Ich begann, den direkten Kontakt mit Kunden und ihren Projekten zu vermissen. So entschied ich mich 1992, diese Umgebung zu verlassen, um meine eigene Firma zu gründen.

Der Schritt in die Selbstständigkeit

(...Fortsetzung folgt...)